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Markus Mayr & Eva Friese

„Die Kunst in unseren Räumen zeigt, dass durch die Auseinandersetzung mit KI Neues geschaffen und alte Meister neu interpretiert werden können.“

Oktober 2023

Markus Mayr & Eva Friese

Geschäftsführung Storypark

Sie zeigen während add art Kunst, die sich mit KI beschäftigt. Ist das Feld der Kunst prädestiniert, um über die Wirkung von KI auf die Gesellschaft nachzudenken?

Auf jeden Fall. Kunst hat schon immer gesellschaftliche Trends widergespiegelt und gesetzt. Im Falle von KI wäre es schön, wenn Kunst diesem Thema ein wenig die Schärfe nehmen könnte. Aktuell wird zu sehr darüber diskutiert, ob KI ausschließlich gut oder böse ist. Dabei sollte man sich zuerst informieren, abwägen und miteinander diskutieren, bevor man sich vorschnell eine Meinung bildet.

Speziell mit Blick auf Kunst und Kultur besteht die Sorge, dass der genuine Urheber und Künstler durch KI abgeschafft wird. Sehen Sie auch Chancen durch KI im kreativen, künstlerischen Bereich?

Die Kunst, die bei uns in den Räumlichkeiten ausgestellt ist, zeigt deutlich, dass durch die Auseinandersetzung mit KI Neues geschaffen und alte Meister neu interpretiert werden können. Allerdings sollte der Urheber immer klar erkennbar sein beziehungsweise genannt werden. Entscheidend wird am Ende die Idee des/der KünstlerIn sein. Durch KI können möglicherweise ganz neue Formen der Kunst geschaffen werden. Wie schon Pablo Picasso sagte: „Good artists copy, great artists steal.”

Inwieweit kann KI in Ihrem Arbeitsfeld des Marketings und der Pressearbeit nützlich sein?

Wir sehen großes Potenzial bei unserer Arbeit. Künstliche Intelligenz kann uns etwa bei Tätigkeiten unterstützen, die wir täglich durchführen müssen, wie Tabellen ausfüllen oder recherchieren. Die meisten Menschen nutzen KI allerdings bereits, ohne sich dessen bewusst zu sein, darunter die Übersetzungssoftware DeepL oder viele Google-Tools.

Gibt es in Ihrem beruflichen Alltag Momente, in denen besondere Kreativität oder ein „Out of the box“-Denken gefragt ist? Wovon lassen Sie sich dabei leiten?

Unsere Kommunikationswelt wird immer umfangreicher und kleinteiliger. Umso wichtiger sind kreative Ideen, die herausstechen und den Blick auf Marken und Persönlichkeiten richten. Kreativität darf jedoch nicht verwechselt werden mit „verrückter Idee”. Wir sehen Kreativität besonders darin, die wirtschaftlichen Ziele unserer PartnerInnen – sei es mehr Umsatz oder bessere Talente – zu unterstützen.

Kunst wird gerne zugeschrieben, dass sie sich positiv auf die Unternehmenskultur auswirken sowie als Impulsgeber und Kreativitätsmotor fungieren könne. Ist dem wirklich so aus Ihrer Sicht?

Wir starten ja gerade erst mit Kunst in unseren Räumlichkeiten. Aber aus Erfahrung bewirkt Kunst zumindest die Neugier auf Neues und schärft den Blick für das Besondere. Also ja!

Wie reagieren Mitarbeiter und auch Kunden auf die Kunst in Ihren Firmenräumen?

Wir sind erst vor wenigen Monaten in diese wunderschönen Räumlichkeiten im alten Mehlspeicher auf der Esplanade gezogen. Deshalb hatten wir leider noch keine Zeit für Kunst. Aber wenn das Feedback gut ist, werden wir sicherlich auch weiterhin versuchen, moderne Kunst auszustellen und junge Künstler zu unterstützen.

Inwieweit nehmen Sie sich persönlich hin und wieder Zeit für Kunst und Kultur?

Hamburg hat unheimlich viel zu bieten, was Kunst und Kultur angeht. So gehen wir gerne ins Museum für Kunst und Gewerbe, schauen uns die Millerntor Gallery an und achten auf Street Art. Das Schöne an Hamburg: Die Kunst liegt hier im wahrsten Sinne des Wortes „auf der Straße”.

Welcher Künstler oder welches Kunstwerk inspiriert Sie persönlich ganz besonders, und warum?

Markus Mayr: Von den „alten Künstlern” fasziniert mich vor allem Salvador Dali. Ansonsten kann ich mich besonders für Kunst begeistern, die gesellschaftliche Veränderungen anspricht.

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